MONICA GEYR VON SCHWEPPENBURG
Von der Gartenkunst zur abstrakten Malerei
Auszug aus der Laudatio zur Ausstellung im Mai 2025 im „Haus an der Redoute“
Monicas Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Verknappung und der Enthaltsamkeit sowie das vielfach latent rumorende Bauhaus Klima, läuft auf vollkommen autonome Ergebnisse hinaus.
Spürbar wird das von Mies van der Rohe stammende „Weniger ist mehr“.
Und so hat sich graduell eine ureigene Bildwelt herausgebildet, deren Essenz die Künstlerin wie folgt umschreibt:
„Ich habe jetzt meinen Weg gefunden; ich möchte Themen die mich interessieren auf den Punkt bringen, ihr Wesen durchleuchten, erfassen, prägnant, klipp und klar, immer mit dem Blick auf das große Ganze“.
In Monicas formalästhetisch schlüssigen und griffigen Bildplänen triumphiert das versierte Pointieren, das kalkulierte Verklammern von Formen/Strukturen, das Erproben von monochromen Ausdrucksqualitäten, von Modalitäten der Lichtregie und einer innovativen Form von Hardedge Malerei und Farbfeldmalerei. Hardedge Malerei Mitbegründer Leon Polk Smith (1906-96) entwickelt bekanntlich ein „Konzept des Raums als positive Kraft“, das durchaus in den Arbeiten der Bonner Malerin nachklingt.
Von einer kontrastgebenden, ein- oder zweifarbigen Hintergrundkulisse (Farbfeldmalerei: nach oben und unten gliedernde, segmentierende Horizontlinie) setzen sich Motive ab gleich Silhouetten, flächigen Schablonen-Phantome, Piktogramme, gleich klarsichtigen Erinnerungen, Grundrisse zurechtschleifende Fernansichten oder wie einprägsame Schattenrisse.
Text: Christina zu Mecklenburg
Bonn, Mai 2025








